Was muss ich beachten und wo geht es überhaupt? Das Bargeldabheben im Handel ist für viele Verbraucher eine wichtige Alternative zu immer seltener werdenden Geldautomaten geworden. Wir erklären Ihnen alles, was Sie dazu wissen müssen.
Obwohl sich die drei Kartentypen in den grundlegenden Funktionen gleichen, gibt es Unterschiede, die Sie kennen sollten, um herauszufinden, ob eine Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte die richtige Wahl für Sie ist.
Um die Karten auf den ersten Blick zu unterscheiden, hilft Ihnen ein Blick auf die Logos und Symbole, die darauf abgebildet sind.
In unserem CHECK24 Kreditkartenvergleich finden Sie die Funktionen aller Karten übersichtlich aufgelistet und können so direkt sehen, was für Sie wichtig sein kann.
Der größte Unterschied besteht in der Art und Weise der Abrechnung und wie Sie die Karte erhalten:
Darüber hinaus haben alle Kartenarten unterschiedliche Zusatzfunktionen, die sich vor allem im alltäglichen Gebrauch bemerkbar machen.
Die Girocard und die Debitkarte sind sich auf den ersten Blick sehr ähnlich und unterscheiden sich auch in ihren Funktionen kaum. Für beide ist bei Zahlung ein Guthaben auf dem Girokonto beziehungsweise ein Dispositionskredit nötig. Einen Kreditrahmen gibt es bei diesen Kartenarten nicht. Bargeldloses und kontaktloses Bezahlen ist mit beiden Karten möglich.
Girocard ist ein deutsches System. Ohne Erweiterung durch eine internationale Technologie könnten Sie Girocards nicht zum Bezahlen im Ausland nutzen. 2007 wurde V-Pay vom Kreditkartenunternehmen Visa eingeführt. Das etwas ältere Pendant dazu von Mastercard heißt Maestro (seit 1991). Beide Systeme ermöglichen den kostenlosen Einsatz von Girocards für Zahlungen im Ausland. Mit V-Pay ausgestattete Karten werden in Europa sowie einigen außereuropäischen Partnerländern wie der Schweiz oder Norwegen akzeptiert, Maestro weltweit.
Seit Juli 2023 baut Mastercard das Maestro-System ab, ein Ende von V-Pay dementiert Visa bisher. Trotzdem setzen beide Unternehmen mehr und mehr auf Debitkarten.
Die wichtigsten Unterschiede, welche Kosten entstehen und zu welchem Zweck Sie welche Karte am besten einsetzen, haben wir verständlich und ansprechend für Sie im Video aufbereitet.
Neben dem zinslosen Zahlungsaufschub ist ein großer Vorteil von Kreditkarten, dass sie weltweit im Handel und an Geldautomaten akzeptiert werden – sowohl Karten von Visa, Mastercard als auch American Express.
Kreditkarten können in zwei Arten unterschieden werden:
Einige Debit- oder Kreditkarten haben eine Kerbe an der Seite. Hierbei handelt es sich nicht um einen Fehler oder eine Beschädigung, sondern um ein wichtiges Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen. Mastercard führte diese Unterscheidungshilfe 2021 als Touch Card ein. Seit Ende 2024 findet sie auch in Deutschland Anwendung.
Durch die Einkerbungen an der Seite können Menschen mit Sehbehinderung ihre Bezahlkarten von anderen Karten wie Führerschein, Krankenkassenkarte oder Ausweis leichter unterscheiden. Die Kerbe befindet sich stets an der Seite, die die Nutzer beim Einführen in Geldautomaten oder Bezahlterminals in der Hand halten. Verschiedene Kartenarten lassen sich so ebenfalls leichter identifizieren, da die Einkerbungen nicht bei allen gleich sind. Mastercard hat festgelegt, dass Debitkarten eine runde Kerbe, Kreditkarten eine quadratische und Prepaid-Kreditkarten eine dreieckige Einkerbung haben. Auch Visa stattet bereits einige Karten mit diesem Erkennungsmerkmal aus.
| | Girocard | Debitkarte | Kreditkarte |
| Abbuchung | direkt | direkt | monatlich / bei Rechnungsstellung |
| eigener Kreditrahmen | nicht vorhanden | nicht vorhanden | vorhanden |
| Bargeld im Handel | möglich, wo es angeboten wird | sehr eingeschränkt | eingeschränkt |
| Akzeptanz im deutschen Handel | sehr hoch | hoch | hoch |
| kontaktlos bezahlen | möglich | möglich | möglich |
| mobil bezahlen | nicht möglich | möglich | möglich |
| im Ausland bezahlen | nur in Verbindung mit V-Pay/Maestro | möglich | möglich |
| online bezahlen | nicht möglich | möglich | möglich |
Die Girocard ist immer noch die beliebteste kontaktlose Bezahlmethode der Deutschen. Der umsatzbezogene Marktanteil in Deutschland lag laut Monatsbericht aus dem Dezember 2025 der Deutschen Bundesbank Ende 2024 bei knapp 72 Prozent aller Karten-Zahlungen.
Während sie flächendeckend im Handel akzeptiert wird, gibt es immer noch vereinzelt vor allem kleinere Geschäfte, die Debitkarten oder Kreditkarten ablehnen, denn für Händler entstehen beim Einsatz dieser Karten höhere Gebühren als bei der Girocard. Zudem ist die Girocard durch die Möglichkeit des Bargeldabhebens beim Einkauf attraktiv.
Die Funktionen der drei Kartenarten Girocard, Debitkarte und Kreditkarte überschneiden sich in vielen Punkten. Die Unterschiede entscheiden darüber, wie Sie die jeweilige Karte darüber hinaus nutzen können und welche für Sie die richtige sein könnte.
Legen Sie viel Wert auf weltweite finanzielle Flexibilität, kann Ihnen das eine Kreditkarte bieten. Möchten Sie finanzielle Übersicht, zahlen aber überwiegend bargeldlos oder tätigen Online-Einkäufe, können Sie dafür eine Debitkarte einsetzen. Wenn Ihnen unkomplizierter Bargeldbezug und finanzielle Übersicht wichtig sind, ist eine Girocard geeignet. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ist es sinnvoll, eine Karte jeden Typs zu haben.
Kartenanbieter und Banken treiben darüber hinaus immer wieder Entwicklungen voran und oft sind die Grenzen zwischen den einzelnen Kartentypen fließend. Es lohnt sich deshalb immer genau hinzuschauen und die Konditionen der Karten zu vergleichen, um die passende zu finden.
Schützen Sie Ihre Bezahlkarte, indem Sie Ihre PIN niemals weitergeben, die Eingabe stets verdecken und die Karte nicht unbeaufsichtigt lassen. Prüfen Sie regelmäßig Ihre Umsätze und sperren Sie die Karte bei Verlust sofort über die 116 116 oder Ihre Banking-App.
Ihre Giro- oder Debitkarte können Sie jederzeit über die zentrale Sperrhotline 116 116 oder über die Banking-App Ihrer Bank sperren lassen. Die Sperre gilt sofort und verhindert weitere Verfügungen.
Debit ist Englisch und bedeutet belasten oder abbuchen. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Art der Abrechnung. Da sowohl die Girocard als auch die Debitkarte sofort belastet werden, ist dieser Hinweis ebenfalls auf der Girocard zu finden. Der Name Debitkarte hat sich darüber hinaus für den Kartentyp von Mastercard oder Visa mit zusätzlicher Prüfziffer durchgesetzt.
Obwohl viele Banken mittlerweile nur noch Debitkarten ausgeben oder für die Girocard Gebühren verlangen, ist die Girocard für einen Großteil der Nutzer immer noch wichtig. Vor allem in Zeiten vermehrten Filial- und Geldautomatenabbaus bietet diese Karte die Möglichkeit, auch im Handel Bargeld abzuheben. Letztendlich hängt es also davon ab, was Ihnen persönlich wichtig ist: Wenn Sie überwiegend bargeldlos bezahlen, bietet Ihnen eine Debitkarte mehr Vorteile als eine Girocard.
Girocard bietet in Verbindung mit einzelnen Banken wie der Sparkasse und den Volksbanken Raiffeisenbanken die sogenannte digitale Girocard an, die im Prinzip eine virtuelle Debitkarte ist. Diese können Sie dann zu einer mobilen Bezahlmethode hinzufügen. Damit ermöglichen Banken ihren Kunden, die nur eine Girocard besitzen, den mobilen Einsatz. Die virtuelle Karte enthält dann – wie jede Debitkarte – die benötigte Prüfnummer, die auf der physischen Karte fehlt.
Ja, es gibt spezielle Kreditkarten für Firmen oder Selbstständige. Diese ermöglichen eine saubere Trennung zwischen geschäftlichen und privaten Ausgaben. Mit einer Firmenkreditkarte können auch Angestellte notwendige Ausgaben im Namen des Unternehmens tätigen.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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