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Dirk Hilmer, CHECK24-Experte für Zahnzusatzversicherungen
Artikel zuletzt überarbeitet am 24.02.2025
Ein Inlay ist eine sogenannte Einlagefüllung für den Zahn. Sie schließt Lücken oder Löcher im Zahn, welche durch Karies entstanden sind.
Inlays sind eine Alternative zu herkömmlichen Füllungen, da sie häufig langlebiger und unauffällig sind.
Ein Inlay ist eine hochwertige Zahnfüllung, die anders als herkömmliche Füllungen nicht direkt im Zahn modelliert, sondern passgenau im Labor angefertigt wird. Als sogenannte Einlagefüllung wird sie speziell für die sogenannte Kavität – der durch Karies entstandenen Vertiefung im Zahn – hergestellt.
Besonderheiten von Inlays im Vergleich zu herkömmlichen Zahnfüllungen:
Bei besonders großen Schäden am Zahn, spricht man auch von einem Onlay. Ein Onlay wird eingesetzt, wenn nicht mehr genügend Zahnsubstanz vorhanden ist und sie dem Kaudruck nicht mehr standhält.
Der Hauptvorteil von Inlays gegenüber herkömmlichen Zahnfüllungen zeigt sich besonders in ihrer Langlebigkeit. Während klassische Füllungen, wie zum Beispiel aus Kunststoff, durchschnittlich 5 bis 8 Jahre halten, erreichen Inlays aus Gold oder Keramik eine Haltbarkeit von 10 bis 20 Jahren.
Ein wesentlicher Vorteil von Inlays liegt in ihrer Passgenauigkeit. Da sie im Labor individuell gefertigt werden, passen sie sich der Kavität optimal an. Im Gegensatz dazu werden reguläre Füllungen direkt im Zahn modelliert, was zu einer weniger präzisen Passform führen kann.
Die verwendeten Materialien Gold und Keramik zeichnen sich durch ihre hohe Stabilität aus. Sie verformen sich nicht und brechen deutlich seltener als herkömmliche Füllungen. Besonders Keramikinlays überzeugen durch ihre ästhetischen Eigenschaften, da sich ihre Farbe perfekt an die natürliche Zahnfarbe anpassen lässt.
Neben der ästhetischen Komponente bietet ein Inlay jedoch auch eine hohe Funktionalität. Dank der präzisen Passform unterstützt es eine natürliche Kaubewegung und verbessert so die Gesamtästhetik des Gebisses.
Kurz gesagt: Inlays/Onlays lohnen sich deshalb besonders für Patienten, die Wert auf Langlebigkeit, Passgenauigkeit und Ästhetik legen.
Mögliche Inlay-Materialien können zum Beispiel Keramik, Gold oder Komposit sein. Jedes Material bringt dabei seine eigenen Vor- und Nachteile mit sich.
Gold: Der langlebige Klassiker
Gold überzeugt durch seine naturnahen Eigenschaften, die der Härte des Zahns am nächsten kommen. Mit einer Haltbarkeit von mindestens 20 Jahren begründet es die höheren Kosten von 400 bis 700 Euro. Die goldene Farbe macht es zwar optisch auffällig, weshalb es vorwiegend im hinteren Backenzahnbereich zum Einsatz kommt. Dafür bietet es eine hervorragende Stabilität und Langlebigkeit.
Keramik: Die ästhetische Lösung
Modern und zahnfarben präsentiert sich Keramik als attraktive Alternative. Mit Kosten zwischen 350 und 550 Euro und einer Haltbarkeit von mindestens 15 Jahren bietet es ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis. Seine besondere Stärke liegt in der perfekten optischen Anpassung an die natürliche Zahnfarbe. Zudem zeichnet es sich durch eine hohe biologische Verträglichkeit aus. Zu beachten ist lediglich die im Vergleich zum natürlichen Zahn etwas höhere Härte, die in seltenen Fällen bei porös werdenden Zähnen zu Beschwerden führen kann.
Komposit: Die wirtschaftliche Alternative
Als kostengünstigste Option ermöglicht Komposit mit Preisen zwischen 100 und 250 Euro eine Versorgung mit Inlays. Die geringere Haltbarkeit von etwa 10 Jahren und die Anfälligkeit für Verfärbungen spiegeln sich im Preis wider. Dennoch bietet es eine solide Grundversorgung und hat sich besonders als Alternative zum nicht mehr zugelassenen Amalgam etabliert.
Ab dem 01.01.2025 ist die Behandlung mit Amalgam nicht mehr erlaubt, weil das Material zur Hälfte aus Quecksilber besteht. Gefahren für den Menschen sind äußerst gering, allerdings kann das giftige Schwermetall bei der Herstellung in die Umwelt gelangen und diese belasten.
Eine gute Alternative ist hingegen Komposit, welches eine Art Kunststoff ist und sich leicht in die Zähne einarbeiten lässt.
Material | Vorteile | Nachteile |
Keramik |
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Gold |
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Komposit |
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Die Versorgung mit einem Inlay oder Onlay erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten. Der zeitliche Ablauf und die konkrete Vorgehensweise richten sich dabei nach dem gewählten Material und der eingesetzten Technik.
Konventionelle Herstellung
Bei der klassischen Fertigung, beispielsweise eines Goldinlays, erstreckt sich die Behandlung über etwa eine Woche. Nach der sorgfältigen Vorbereitung des Zahns nimmt der Zahnarzt einen präzisen Abdruck, der als Grundlage für die Laboranfertigung dient. Während der Herstellungsphase schützt ein Provisorium den behandelten Zahn. In einer zweiten Sitzung wird das fertige Inlay dann passgenau eingesetzt.
Moderne CEREC-Technologie
Eine zeiteffiziente Alternative bietet das Cerec-Inlay. Diese innovative Technik ermöglicht die komplette Behandlung in einer einzigen Sitzung. Mittels digitaler 3D-Erfassung wird das Gebiss präzise vermessen und das benötigte Inlay am Computer konstruiert. Eine computergesteuerte Fräsmaschine fertigt anschließend innerhalb weniger Minuten das Keramikinlay aus einem hochwertigen Keramikblock.
Kariesbehandlung als Grundlage
Unabhängig von der gewählten Fertigungsmethode beginnt die Behandlung stets mit der gründlichen Entfernung der Karies. Dieser wichtige Schritt dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde. Bei umfangreicheren kariösen Defekten können jedoch mehrere Behandlungstermine erforderlich sein. Die eigentliche Eingliederung des fertigen Inlays nimmt dann etwa 30 bis 60 Minuten in Anspruch.
Die Kosten unterscheiden sich nach Material:
Durchschnittlich kosten Inlays zwischen 300 und 700 Euro.
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen geringen Teil der Kosten:
Sie leistet für die Regelversorgung und damit nur für reguläre Zahnfüllungen. Mit dem Amalgam-Verbot werden seit 2025 Komposit-Zahnfüllungen übernommen, weshalb man bei Inlays höchstens mit einem Zuschuss von 100 bis 150 Euro rechnen kann.
Deshalb würde trotz Zuschuss bei den hochwertigeren Materialien ein Eigenanteil von 150 bis 550 Euro anfallen.
Zahnzusatzversicherung für Keramikbrackets
Mit einer Zahnzusatzversicherung können jedoch hohe Kosten vermieden werden. Abhängig von der tariflichen Leistung können mit einer Zahnzusatzversicherung zwischen 70 und 100 Prozent der Kosten für Inlays erstattet werden.
Mit einem Alter von 25 Jahren sind Tarife bereits ab 7,78 Euro monatlich verfügbar.
Ein Inlay oder Onlay hält bei guter Pflege je nach Material bis zu 20 Jahre. Die allgemeine Pflege unterscheidet sich dabei kaum von der normalen Mundhygiene.
Pflegetipps für Inlays/Onlays:
Wenn sich das Inlay lockert oder kleine Risse bildet, sollte möglichst schnell ein Zahnarzt besucht werden, damit weitere Schäden und eine erneute Bildung von Karies vermieden werden können.
Ja, denn ein Zahnersatz ersetzt komplett zerstörte oder fehlende Zähne, während Inlays und Onlays Schäden am natürlichen Zahn reparieren. Zahnersatz ist deutlich aufwendiger, deshalb kosten Inlays meistens weniger.
Onlays sind eine weitere Variante der Inlays. Sie finden Anwendung, wenn größere Defekte vorliegen. Inlays werden nur für die Kaufläche benutzt, während Onlays nötig werden, wenn neben der Kaufläche auch mindestens eine Zahnwand betroffen ist.
Inlays und Onlays werden bevorzugt verwendet, wenn der Zahndefekt nicht zu groß ist. Dieses Vorgehen stabilisiert den Zahn und ist zugleich schonender als eine Zahnkrone. Bei Zahnkronen müssen größere Mengen an Zahnsubstanz abgeschliffen werden, damit die Krone über den restlichen Zahn gestülpt werden kann. Dies wird bei Inlays und Onlays verhindert. Zahnkronen werden erst dann nötig, wenn der Zahn so stark geschädigt ist, dass Onlays keine ausreichende Stabilität mehr bieten.